Anfang Juli war es soweit. Die Taschen und Koffer wurden für den Sardinien-Urlaub gepackt. Wie so immer, landen viel zu viele Klamotten im Koffer. Elf Tage Sardinien, jedoch für gefühlte sechs Wochen Socken, T-Shirts und Hosen dabei.

In meinen Augen halb so wild, wenn es die Kofferwaage noch hergibt. Man zahlt ja für das zusätzliche Gepäck und jeder will für alle theoretisch anstehenden Situationen bestens gewappnet sein. Diese Gedankenzüge hatte auch die Alex. Ich muss ihr vorab zugutehalten, dass sie sich mit den Klamotten relativ zurückgehalten hat.

🖋 Mattes Packliste

Neben Badehose, Flip-Flops & Co. habe ich noch einen japanischen Krimi mit an Bord genommen. Da ich kein leidenschaftlicher Leser bin, sollte dieses Buch auch vollkommen ausreichen. Hat es letztendlich auch. Nach ca. 150 Seiten habe ich das Handtuch geschmissen.

Bei der Alex sieht es ein klein wenig anders aus. Alex hat mehr Bücher gelesen, als ich jemals gesehen habe. Eine rasche Leserin, die förmlich über die Seiten fliegt. Als ich ihr vollgestopftes Handgepäck sah, fragte ich, was Sie alles dabeihabe?

„Nur ein paar Bücher“, so ihre Antwort. Ein paar Bücher? Wie können zwei Bücher so viel Platz einnehmen? Will die im Urlaub von früh bis abends lesen? Pustekuchen!

📚 Überall Bücher

Stolze sechs Bücher waren eingepackt! Auf die Frage, ob es nicht ein wenig übertrieben ist, so viele Bücher mitnzunehmen, hat der darauffolgende Blick alles gesagt. Also gut, wir fliegen mit 4,8 Kilogramm Büchern in den Urlaub.

In Deutschland wieder gelandet und auf der Heimfahrt vom Flughafen habe ich ein wenig was von meinem japanischen Krimi erzählt. Die Story aufgefasst, ein paar Charaktere verbildlicht und die persönlichen Stärken und Schwächen des Buches erläutert. Als ich meinen lebhaft erzählten Monolog beendete, freute ich mich schon auf die ganzen Geschichten der sechs Bücher.

Die erste Geschichte war für mich ein totaler Wirrwarr. Eine Weitere folgte nicht! Die Dame hat von sechs Büchern, ein Buch angefangen und davon ein wenig was über 50 Seiten gelesen. Alle anderen Bücher haben wir mäßig dabeigehabt. Wieso? Wir haben dafür gezahlt!

Selbstverständlich habe ich Alex auf ihren bösen Blick von vor elf Tagen angesprochen. Was soll ich sagen, die Begründung(en) für‘s Nichtlesen waren vertretbar:

  • Im Flugzeug war es zu eng/kalt. Ich war müde. Meine Augen mussten sich ausruhen.
  • Am Strand war es zu heiß.
  • Am Strand ist der Wind viel zu stark gegangen.
  • Am Strand habe ich die Menschen beobachten müssen.
  • Am Strand war keine Zeit für’s Lesen.

Beste Frau, die jetzt mit einem Bücherverbot im Urlaub leben muss, sorry.

Quelle: omarprestwich, darwiiiin